7.2.2010 bis 6.2.2021

Als ich das Bild sah, wie Dich unsere Tierschutz-Freunde in Spanien am Straßenrand gefunden haben und Du ausgesehen hast wie ein Stück löcheriges Schafsfell, mehr tot als lebendig, habe ich irgendwie gespürt, dass Du zu uns gehörst. Also habe ich gleich Deine Übernahme zugesagt, falls Du es schaffen kannst. Und wir haben gleich Geld für alle Behandlungen geschickt. Noch nie hatte ich einen Hund zur Pflege aufgenommen, und einen zweiten „für immer-Hund“ hatten wir gar nicht geplant. Es hat dann noch fast 6 Monate gedauert, bis Du gesund genug zum Reisen warst.

Und dann kamst Du im September 2018 hier an. Schnell hat sich herausgestellt, dass Du hierher gehörst. Zudem war an eine Vermittlung und dem damit verbundenen Umzugsstress aufgrund Deiner „multiplen gesundheitlichen Baustellen“ gar nicht zu denken (gute Ausrede für mich….). Und damit warst Du unser zweiter Familienhund.

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Es folgten zwei tolle gemeinsame Jahre. Dir ging es richtig gut. Frauchen hat gelernt, nach genauem Ernährungsplan für Dich zu kochen. Und Du wurdest richtig fit und bist flott mit Deiner Schwester Shari und Deinen Hundefreunden über die Wiesen gehüpft. Lieb warst Du immer, obwohl Dir die Menschen so viel angetan haben mit Deinem abgeschnittenen Schwanzi und den abgeschnittenen Ohren. Frauchen durfte trotzdem immer die „Frisur und die Haare mit der Schere“ schön machen, immer warst Du voller Vertrauen. Du hast prima gehört, obwohl Du nie in einer Hundeschule warst, das war schlicht nicht nötig. Und wurdest immer lieber, kuschliger und anhänglicher. Ein richtiger Familienhund, unser kleiner Eisbär. Und mein Engelchen.

Aus allen Wolken fielen wir, als Du auf einmal eine ganz plötzliche gesundheitliche Krise bekamst, Anfang Dezember. Wir haben alles gegeben – Du, der Hund, der unbedingt noch hier bleiben wollte. Die Tierärzte und die Tierklinik, die praxisübergreifend toll zusammengearbeitet haben und ermöglicht haben, dass wir die Behandlungsoptionen ambulant hinkriegen. In keinem Fall wollten wir Dich in eine Tierklinik in einen Käfig geben. Aber es ging auch anders. Danke an alle, die immer erreichbar waren, auch in den Weihnachtstagen.

Am Samstag, einen Tag vor Deinem (geschätzten) 11. Geburtstag hast Du dann aufgehört zu kämpfen und es ging dann ganz schnell und friedlich zu Ende.

Blanquita, wir haben wirklich alles versucht, damit Du noch länger hättest bleiben können. Damit Du nicht das erste Tier auf der Regenbogenbrücke 2021 wirst. Jetzt passt meine Mama oben im Himmel auf Dich auf und gibt Dir so viele Hundeknochen, wie Du essen magst, auch wenn sie nicht im Ernährungsplan stehen. Du darfst jetzt alles.

Eine sehr gute Freundin hat mir geschrieben: „Blanquita hat ihr Glück und ihre Zufriedenheit so freudig gespiegelt und Dir gezeigt. Da hat Dich wohl eine alte Seele auf einen Sprung besucht.“

So war es wohl. Wir sind sehr traurig und Du fehlst uns so sehr.

Deine Familie

Marion und Tom
Mit Shari, Paul, Stella, Maggie, Maxi und Otto

Deine Betreuerin Dagmar,
sie hat ermöglicht, dass Du bleiben konntest, weil sie eingesprungen ist für Dich, wenn ich arbeiten musste

Deine besten Hundefreunde Tamasch, Raldo und Gunter     

Und Deine Patin Claudia

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