Vermittelte Tiere

MANUEL

Kategorie: Erfolge 2009
Organisation: Katzen
in Regensburg - geb ca Juni 2008, kastriert

Und hier komme ich. Manuel mein Name. Traumhafter Bursche in weiss. Ich bin ca. Juni 2008 geboren und noch ein winziges bisschen ängstlich, aber ich habe meinen ganzen Mut zusammengenommen um hier meine Vorstellung einzutippen. Denn ich will doch unbedingt auch ganz schnell liebe, tolle Dosis und ein Zuhause finden. Ich bin nicht taub und kastriert bin ich auch schon. Leider habe ich ein Auge verloren, ansonsten bin ich aber gesundheitlich total fit und sehr verträglich. Und wenn ich Vertrauen gefasst habe, eine tolle Schmusebacke.

Und Kunststückchen würde ich auch gerne lernen. Vielleicht können wir gemeinsam spannendes Clickertraining machen? Also ich bin dabei.

Reserviert für Marianne

Manuel und Nieves sind bei Marianne eingezogen. 

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Die Zirkuskatzen
(Erzählung von Adelheid Illich)

 

In einem Haus in einer kleinen Stadt lebten zwei Katzen, die eine hieß Miez und die andere Mauz.

„Ach, Mauz, ist dir auch so langweilig?“ fragte Miez.

„Ach, ja.“ antwortete Mauz, „es gibt ja nichts zu tun. Keine Mäuse zu fangen, keine Vögel zu erschrecken, nichts! Herrchen und Frauchen sind auch nicht immer da, und niemand spielt mit uns."

Eines Tages kam ein Zirkus in die Stadt, und starke Männer stellten das große Zelt auf. Es gab auch viele Wagen, in denen die Zirkusleute wohnten, und Wagen, in denen die Tiere untergebracht waren. Bei Tag durften sie sich in einem Gehege im Freien aufhalten, am Abend hatten sie ihren Auftritt im Zirkus. Da gab es Schimpansen, einen Bären, Pferde, Hunde und sogar drei Löwen.

Viele Leute kamen in die Vorstellung, um sich die Kunststücke der Artisten und der Tiere anzusehen. Miez und Mauz hatten ein Schlupfloch im Zirkuszelt entdeckt, liefen flugs auf einem schrägen Balken hinauf und hatten ein Plätzchen gefunden, von dem aus sie alles in der Manege genau sehen konnten.

Da saßen sie nun und waren stumm vor Staunen, was die Tiere alles konnten. Sie gingen auf den Hinterbeinen, drehten sich nach der Musik im Kreis, sprangen durch Reifen, liefen auf gespannten Seilen, schwangen auf Schaukeln auf und ab und machten Rollen vor- und rückwärts.

Als die Vorstellung zu Ende und die beiden wieder zu Hause waren, sagte Mauz: „Das war zwar großartig, aber wenn wir ein bisschen üben, können wir manches genau so gut oder besser. Dann stellen wir uns dem Zirkusdirektor vor.“

„Eine gute Idee.“ meinte Miez, „ wir könnten gleich damit anfangen. Doch vorerst sollten wir uns andere Namen geben, die für Zirkuskatzen passender sind. Ich heiße künftig Miezane und du Mauzine.“

Nun begannen sie Purzelbäume zu schlagen nach vor und zurück, dass ihnen ganz schwindlig wurde, sie sprangen auf den Tisch, von dort zur Anrichte und auf das Sofa  und vom Blumenständer auf den Kasten. Von dort schwangen sie sich auf den Lampenschirm, der von der Decke hing und schaukelten. Vom Lampenschirm sprangen sie auf die Vorhangstange und weiter auf die große Stehlampe und dann endlich wieder zurück auf den Teppich.

Erschöpft saßen sie nun dort und hielten sich schon jetzt für große Artisten. Aber wie sah die Wohnung aus? Die Teppiche waren verschoben durch das Purzelbaumschlagen, die gläserne Schale auf dem Tisch zerbrochen, der Kerzenständer auf der Anrichte umgeschmissen, ein Blumenstock zu Boden geworfen. Die Lampe baumelte schief von der Decke, der Vorhang war heruntergerissen und die Stehlampe umgestürzt.

Als Herrchen und Frauchen nach Hause kamen, riefen sie die Polizei, denn sie dachten, Einbrecher seien hier gewesen.
Miezane und Mauzine aber waren längst zum Zirkusdirektor gelaufen, um ihre Künste vorzuführen. Ob er sie für seinen Zirkus genommen hat, weiß man nicht. Wenn wieder ein Zirkus in die Stadt kommt, müsst ihr hingehen, vielleicht sind sie dabei!